Wenn Zhōng Fú in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem das, was innen wahr ist, ohne Anstrengung nach außen wirkt. Der Zustand lautet: Sie haben ein Anliegen — eine Bitte, eine Erkenntnis, eine Bindung —, und seine Kraft liegt nicht in der Beredsamkeit, mit der Sie es vortragen, sondern in der Wahrhaftigkeit, mit der Sie ihm innewohnen.
Wind über See: in der klassischen Bildwelt das Bild der inneren Bewegung, die jede Außenfläche kräuselt. Zwei Yin-Linien in der Mitte des Hexagramms, je zwei Yang-Linien außen — die Form eines Herzens, das offen ist. Selbst die Schweine und Fische — Sinnbild der ganz fern Stehenden — spüren die Bewegung, wenn sie echt ist.
Was das Buch rät, ist ungewöhnlich barmherzig. Der Edle erörtert die Strafsachen, um die Todesstrafen aufzuschieben — das heißt: er lässt die Wahrhaftigkeit lieber für die Milde sprechen als für die Strenge. Wo die innere Wahrheit groß ist, wird die Hand zur Sühne langsam; das ist nicht Schwäche, sondern höchste Tugend.
Zhōng Fú steht im Buch nach Jié. Das Buch sagt damit: Nach der rechten Begrenzung wächst die innere Wahrheit, die sich nicht mehr in Regeln auspressen lässt. Es ist eine der schönsten Stellen des Werks — die Aufrichtigkeit braucht keinen Beweis, sie wirkt von selbst.