Wenn Duì in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem das gemeinsame Lachen, das offene Wort und der geteilte Genuss die Stunde tragen. Der Zustand lautet: Es kommt jetzt auf das Gespräch an, auf die heitere Mitteilung, auf das Lernen mit anderen — nicht auf das einsame Werk.
See an See: in der klassischen Bildwelt die jüngste Tochter im Schema der Trigramme — die heiterste, gesprächigste, lichteste der Kräfte. Duì ist nicht das Vergnügen, das aus der Zerstreuung entspringt, sondern die Freude, die aus der echten Begegnung wächst. Sie ist eine Form der Tugend, nicht ihre Gegenseite.
Was das Buch rät, ist von schöner Konkretheit: Besprich dich mit deinen Freunden und übe das Lernen mit ihnen. Heiterkeit ist nicht das Gegenteil von Ernst — sie ist die Atmosphäre, in der das gemeinsame Lernen am besten gedeiht. Wer das Lachen aus dem Werk verbannt, dem wird das Werk schwer; wer es einlädt, dem öffnet sich der Weg.
Duì folgt unmittelbar auf Xùn. Das Buch sagt damit: Auf das sanfte, leise Wirken folgt die heitere, offene Mitteilung. Beide Hexagramme zusammen sind die beiden Pole eines reifen sozialen Lebens — das stille Strömen und das herzliche Lachen, ohne das eine ohne das andere zu denken.