Wenn Gé in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem etwas seine Form ablegen muss. Der Zustand lautet: Eine Lage — eine Ordnung, eine Bindung, eine Identität — hat ihre Zeit gehabt; sie muss gehäutet werden, und der Augenblick dafür ist nicht beliebig.
Feuer unter See: in der klassischen Bildwelt das Zusammentreffen zweier Elemente, die nicht beisammenbleiben können — eines muss weichen. Gé wird im Buch oft auf die alten Dynastien bezogen, die fielen, wenn der Himmel sein Mandat zurückzog; die Wandlung ist nicht persönliche Wahl, sondern Eintritt in eine größere Bewegung.
Was das Buch rät, ist eine seltene Geduld mit dem Augenblick. Am eigenen Tag findest du Glauben — also: Wechsel nicht aus Ungeduld, denn die Mitläufer fehlen dir dann. Warte, bis die Lage selbst die Wandlung verlangt, und du wirst Vertrauen finden, das du vorher nicht erzwingen konntest.
Gé steht im Buch nach Jǐng. Das Buch sagt damit: Selbst der unwandelbare Brunnen verlangt manchmal das Wandeln dessen, was um ihn herum steht. Doch die Reihenfolge mahnt — wer die Quelle nicht achtet, dessen Umwälzung wird zum bloßen Sturz.