Wenn Shēng in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem das Wachsen langsam, aber sicher geschieht. Der Zustand lautet: Es ist eine Bewegung nach oben im Gang — Sie steigen, ohne zu springen —, und die Aufgabe ist, dem Tempo zu vertrauen, statt es zu beschleunigen.
Wind im Innern der Erde: in der klassischen Bildwelt das Holz, das unsichtbar wurzelt und dann unaufhaltsam ans Licht drängt. Shēng ist nicht die Karriere im modernen Sinne; es ist das natürliche Aufgehen dessen, was gesetzt wurde. Jeder einzelne Schritt klein, das Ergebnis groß.
Was das Buch rät, hat eine klare innere Linie: Häufen Sie das Kleine — also, summieren Sie die geringen Tagesgeste, die niemand sieht, denn aus ihnen wird das Hohe. Sehen Sie den großen Mann, suchen Sie also den Lehrer, der die Richtung kennt. Fürchten Sie nichts — die Sorgen, die das Wachsen begleiten, sind nicht der Sache eigen.
Shēng steht im Buch nach Cuì. Das Buch sagt damit: Wer sich versammelt hat — sei es in einer Gemeinschaft, sei es in sich selbst — dem wächst, was versammelt war, langsam nach oben. Der Süden ist im chinesischen Bild die Richtung des Lichts; dorthin zu marschieren heißt, das eigene Wachsen dem Licht entgegenzuführen.