Wenn Cuì in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem Menschen, Kräfte oder Anliegen sich um einen gemeinsamen Mittelpunkt versammeln. Der Zustand lautet: Etwas ruft jetzt zur Sammlung — ein Vorhaben, ein Anlass, eine Person — und die Aufgabe ist, dabei zu sein und der Sammlung das Ihre zu geben.
See über Erde: in der klassischen Bildwelt ein See, der das Regenwasser einer ganzen Landschaft sammelt. Cuì ist nicht die zufällige Menge; es ist die geordnete Versammlung mit einem Zentrum — wie die Gemeinde, die zum Tempel zieht, wie das Heer, das sich um den Feldherrn schart. Eine Yang-Linie an fünfter Stelle, eine an vierter — der Anführer und sein nächster Helfer, beide klar markiert.
Was das Buch rät, ist ernste Beteiligung. Das große Opfer wird gebracht — also: das, was man am wenigsten missen mag, wird gegeben, denn nur so trägt die Sammlung. Und der Edle erneuert seine Waffen, denn jede Versammlung birgt das Unvorhergesehene; das Sammeln macht stark, aber auch sichtbar.
Cuì steht im Buch nach Gòu — der Begegnung. Das Buch sagt damit: Aus der kleinen Anfangslinie wächst die große Versammlung. Es kann der Stillstand werden, der bei Pǐ schon gezeigt wurde — oder die Sammlung, die hier Cuì heißt. Welcher Weg sich öffnet, hängt davon ab, ob ein würdiger Mittelpunkt vorhanden ist.