Wenn Tóng Rén in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem das Gemeinsame nur dann trägt, wenn es nichts zu verbergen hat. Der Zustand lautet: Es gibt einen Kreis von Menschen oder Anliegen, und seine Kraft liegt nicht in der Exklusivität, sondern in der Offenheit, mit der er sich der Welt zeigt.
Feuer unter Himmel: das Licht strebt aufwärts, alle Flammen einer Sache zugeneigt. In der klassischen chinesischen Bildwelt unterscheidet das Hexagramm streng zwischen der Gemeinschaft im Familienkreis — eng, intim, manchmal verstockt — und der Gemeinschaft im freien Feld, in der Verschiedene zueinanderfinden, weil sie dasselbe verfolgen.
Was das Buch rät, ist Klarheit über die Natur der Bindung. Wer sich nur mit den Ähnlichen verbündet, baut keine Gemeinschaft, sondern eine Sippe. Erst wo Verschiedene am hellen Tag zusammenstehen, wird die Verbindung tragfähig genug, das große Wasser zu durchqueren.
Tóng Rén steht im Buch nach dem Wechsel von Tài und Pǐ. Das Buch sagt damit: Nach dem Frieden und dem Stillstand kommt die Frage nach der bewussten Verbindung — wer gehört wirklich zu wem, und in welchem Element wird diese Zugehörigkeit ehrlich?