Wenn Jiā Rén in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem die Frage nicht im Weiten liegt, sondern im engen Kreis. Der Zustand lautet: Was im Haus — wörtlich oder als Bild für jeden inneren Kreis — geordnet ist, trägt nach außen; was dort ungeordnet bleibt, vergiftet alle weiteren Bewegungen.
Wind über Feuer: in der klassischen Bildwelt der Rauch des Herdes, der vom Innersten des Hauses bis weit über das Dach hinaus zieht. Jiā Rén beschreibt nicht nur die leibliche Familie, sondern jede Konstellation, in der Menschen ihre Rollen einander geben und annehmen.
Was das Buch rät, sind zwei seltene Tugenden: Substanz in den Worten — also dass das Gesagte etwas trägt — und Dauer im Wandel — also dass das eigene Verhalten verlässlich bleibt. Die Frau steht hier für das, was den Herd hütet; das ist keine Frage des Geschlechts, sondern der Rolle in der Ordnung.
Jiā Rén steht im Buch nach Míng Yí. Das Buch sagt damit: Wenn die äußere Welt verdunkelt ist, wird der innere Kreis zur Zuflucht. Was dort von Substanz und Dauer ist, bleibt — auch wenn die Sonne draußen unter die Erde gesunken ist.