Wenn Xū in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, anstatt eine Zukunft vorherzusagen. Der Zustand lautet: Was kommen soll, ist auf dem Weg — aber es ist nicht jetzt. Versuchen Sie, es jetzt zu erzwingen, und Sie zerbrechen die Sache.
Wolken am Himmel: alle Bestandteile des Regens sind versammelt, doch sie haben sich noch nicht entladen. In der klassischen chinesischen Bildwelt ist dies eine der vertrautesten Spannungen des Bauern — der Himmel ist dicht, die Erde dürstet, und es bleibt einzig zu warten, ohne den Mut zu verlieren.
Was das Buch rät, ist nicht Passivität, sondern die heitere Disziplin des Wartens: essen, trinken, im Kreis der Nahen bleiben, das Vertrauen pflegen. Wer in der Vorbereitung lebt — wer den Augenblick reifen lässt, ohne ihn anzustoßen —, dem fügt sich der Übergang über das große Wasser.
Xū steht früh in der King-Wen-Folge, kurz nach den Geburtswehen von Zhūn und der Schulung von Méng. Das Buch erinnert daran: Nach dem Anfang und dem Lernen kommt nicht sofort das Tun, sondern eine Phase der inneren Bereitstellung, die kein Außenstehender sieht.