Wenn Xián in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem etwas Neues zwischen Ihnen und einem Gegenüber entsteht — nicht durch Plan, sondern durch Resonanz. Der Zustand lautet: Es gibt eine Anziehung, deren Eigenwert darin liegt, dass sie beide Seiten bewegt.
Berg unter See: der jüngste Sohn unter der jüngsten Tochter, eine der zärtlichsten Konstellationen des Buches. In der klassischen Bildwelt ist Xián die Werbung — die langsame, aufmerksame, höfliche Annäherung, in der jede Geste vom Gegenüber beantwortet wird, bevor die nächste folgt.
Was das Buch rät, ist eine bestimmte Empfänglichkeit: leer zu sein, damit die Bewegung des anderen Raum hat. Der Edle wird nicht durch Drang anziehend, sondern durch das stille Vermögen, zu hören und sich zu wandeln. Wer in der Werbung herrisch wird, zerbricht die Resonanz.
Xián eröffnet die untere Hälfte der King-Wen-Folge und steht damit als Anfangsbild der Beziehungswelt. Das Buch sagt damit: Nach dem kosmologischen Bogen (Hexagramme 1–30) beginnt der menschliche, und sein erstes Bild ist nicht Kampf, sondern gegenseitige Berührung.