Wenn Fù in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem etwas Neues anfängt — so leise, dass es leicht zu übersehen wäre. Der Zustand lautet: Eine Bewegung, die lange erloschen schien, beginnt wiederzukehren, und die Aufgabe ist, sie zu erkennen und zu schützen.
Eine einzige Yang-Linie ganz unten, fünf Yin-Linien darüber: in der klassischen Bildwelt der Wintersonnwendtag, an dem das Licht zum ersten Mal wieder zunimmt, obwohl alles um es her noch starr und kalt ist. Donner unter Erde — die Erschütterung des Neuen, eingebettet im Schweigen des Alten.
Was das Buch rät, ist Schutz und Geduld. Die früheren Könige schlossen an diesem Tag die Pässe und legten alle weiten Reisen still — nicht aus Schwäche, sondern aus Ehrfurcht vor dem Zarten. Wer den ersten Sprössling betritt, tötet ihn. Wer ihn umstellt und in Ruhe lässt, sieht ihn wachsen.
Fù folgt unmittelbar auf Bō — die Zersetzung. Das Buch sagt damit: Nach jedem Ende kehrt das Licht zurück, in eigener Frist, in seinem eigenen sanften Maß. Sieben Tage ist die ritualisierte Dauer, doch die Lehre ist allgemeiner: Wer das Ende ehrt, dem öffnet sich der Anfang von selbst.