Wenn Bì in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem die Erscheinung der Dinge — wie sie sich zeigen, kleiden, ausdrücken — wichtiger ist, als der erste Blick vermuten lässt. Der Zustand lautet: Es kommt jetzt darauf an, was Sie sehen lassen und in welcher Form Sie es sehen lassen.
Feuer am Fuß des Berges: in der klassischen chinesischen Bildwelt das Licht der untergehenden Sonne, das den Berg in das warme Rot der Anmut taucht. Bì ist nicht das Wesen der Dinge, sondern ihre Hülle — und das Hexagramm wertet diese Hülle nicht ab; es prüft nur ihr richtiges Maß.
Was das Buch rät, ist ein kluges Zurückhalten. Ordnen Sie die laufenden Geschäfte, schmücken Sie das Tägliche — aber wagen Sie nicht, die großen Fragen mit bloßer Form zu entscheiden. Wer die Anmut zur Strategie macht, wird durchschaut.
Bì steht im Buch nach Shì Hé — dem Durchbeißen. Das Buch sagt damit: Wenn das Harte getan ist, kommt die Stunde, in der die Welt wieder verziert werden darf. Beide Hexagramme handeln vom Verhältnis zwischen Substanz und Erscheinung — das eine fragt nach dem Eingriff, das andere nach der Glättung danach.