Wenn Lín in Ihrer Lesung erschienen ist, benennt das Buch einen Zustand, in dem etwas Wesentliches in Reichweite kommt — eine Verbindung, eine Möglichkeit, ein Verständnis. Der Zustand lautet: Sie sind nicht mehr in der Vorbereitung, aber noch nicht im Vollzug; jetzt zählt, was Sie in der Annäherung tun.
Zwei Yang-Linien an erster und zweiter Stelle, vier Yin darüber: in der klassischen Bildwelt das wachsende Licht des Frühlings, das die Yin-Kräfte des Winters nach oben drängt. Lín ist die Stunde, in der das Junge dem Alten begegnet, die Schülerin der Lehrerin, der Geringere dem Höheren — mit Geduld und Würde.
Was das Buch rät, ist unerschöpfliche Geduld in der Pflege. Der Edle unterweist nicht mit Strenge, sondern mit Beständigkeit; er fördert das, was sich nähert, und macht keine Ausnahmen in der Sorge. Wer in dieser Stunde herrisch wird, verschüttet die Annäherung.
Die Mahnung im achten Monat ist im Buch beispiellos konkret: Nach Lín, in der Frühling-Sommer-Folge, kommt die Stunde, in der das Licht abnimmt und die Yin-Kräfte zurückkehren. Das Buch sagt damit: Nutzen Sie das Fenster, solange es offen steht — denn es wird nicht offen bleiben.